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Galdhøpiggen
Wer Norwegen hört, verbindet dies mit Fjorden und Gletschern, Elchen und Lachsen, Natur und Einsamkeit. Wanderer und Bergsteiger verbinden Norwegen gern mit seinem größten Gebirge, Jotunheimen. In diesem Reich der Riesen gibt es eine Vielzahl möglicher Touren, die sich an landschaftlichem Reiz gegenseitig übertreffen. Dazu gehört natürlich unter anderem die Besteigung des Galdhøpiggen.
Im Talort Lom sollte zunächst Zeit zum Besuch der Stabkirche und einiger hübscher kleiner Museen sein. Dann geht's im Auto
Richtung Süden nach Bøverdal und von da bergauf über eine mautpflichtige Schotterpiste zur Juvashütte. Hier ist der
Ausgangspunkt unserer Tour. Wegen des unsicheren Wetters schließen wir uns einer der geführten Touren an. In lockerer Formation wandert unsere Gruppe vorbei am Jusee über ein Geröllfeld zum Fuß des Gletschers Styggebreen. Hier hat der Führer
die Aufgabe, zirka vierzig Leute in ein Seil einzubinden. Das stellt unsere Geduld auf eine harte Probe.
Aber wir sind froh, daß kein Wochenende ist, denn da steigen die Teilnehmerzahlen noch einmal rapide. Endlich ist es soweit und im Gänsemarsch steigen wir auf dem Gletscher auf. Von den angekündigten Spalten ist weit und breit nichts zu sehen, aber
das muß ja nicht immer so sein.
Weiter oben binden wir uns aus dem Seil, nun kann jeder für sich gehen. Bei der folgenden Kraxelei über den Nordgrat gilt es schon, ab und zu Hand an den Felsen zu legen. Aber es bleibt weiter unkompliziert und ungefährlich, wenn auch etwas anstrengend. Unser Ziel rückt näher und zum Schluß trennt uns nur noch ein steiler Schneehang vom Gipfel. Irgendwann ist auch der überwunden und wir stehen an der kleinen Volehytta. Hier kann man eine Stärkung zu sich nehmen und Souvenirs kaufen.
Wir gehen jedoch noch die wenigen Meter bis zum höchsten Punkt.
Dann stehen wir oben. Norwegen, ja ganz Skandinavien liegt unter uns. Und die Aussicht durch die größer werdenden Wolkenlücken ist phantastisch. Ungezählte Berge grüßen zu uns herauf.
August 1998
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